„Ein gutes Arbeitsklima ist mir wichtig“

„Ein gutes Arbeitsklima, eine vertrauensvolle Zusammenarbeit mit den Mitarbeitern und dass unsere Bewohner gut versorgt sind. Das sind die Dinge, die mir in meiner neuen Aufgabe wichtig sind“, sagt Michaela Ludwig. Die 34-Jährige bisherige Pflegedienstleiterin wird die neue Chefin des Seniorenzentrums Hanauerland. „Das ist der nächste Schritt. Ich freue mich auf die neue Herausforderung“, sagt sie, wohl wissend, dass mit der Stelle der Heimleitung ein ganzes Stück mehr Verantwortung auf sie zukommt.

Es hat sich abgezeichnet, dass diese Leitungsfunktion auf sie zukommt, war doch ihr ganzer bisheriger beruflicher Werdegang ein Weg nach oben. Dass dieser Weg sie jedoch auch so weit in den Süden der Republik führen würde, hätte sie in jungen Jahren aber wohl kaum gedacht. Michaela Ludwig stammt aus Lingen im Emsland und das ist von Rheinau aus gesehen ziemlich weit im Norden. Sie hat die Realschule besucht und anschließend die Altenpflegeschule absolviert. Den Weg nach Süden fand sie dann über ihren Mann, der aus Lichtenau stammt. So ist sie vor elf Jahren nach Rheinau gezogen, war zunächst in Kehl in einem Pflegeheim tätig und ist dann, ein halbes Jahr nach der Eröffnung des Seniorenzentrums Hanauerland, nach Rheinau gewechselt.

Im Seniorenzentrum der Arbeiterwohlfahrt hat sie als Altenpflegerin begonnen, aber schnell Stufe um Stufe die Karriereleiter erklommen. „Ich habe mich Schritt um Schritt hoch gearbeitet“, sagt sie. Das „Nordlicht“ war zunächst Wohnbereichsleiterin, dann stellvertretende Pflegedienstleiterin und schließlich Pflegedienstleiterin. Dies war möglich geworden, weil sie berufsbegleitend von 2010 bis 2012 eine Fortbildung in Baden-Baden absolviert hat. Zweimal die Woche nach der Schicht im Pflegeheim nochmals die Schulbank zu drücken, das sei schon anstrengend gewesen. Aber: „Es hat sich gelohnt“, sagt sie im Blick zurück. Und jetzt also der nächste Schritt, den sie gut mit ihrem Mann abgesprochen hat. Gilt es doch, dem erst zehn Monate alten Sohn Finn auch weiterhin eine gute Betreuung zu sichern. Dafür hat sie zunächst Elternzeit genommen und wenn sie im September zurückkehrt ins Haus wird ihr Mann für ein Jahr sein Recht auf Elternzeit wahrnehmen.

In ihrer neuen Funktion ist ihr eine vertrauensvolle Zusammenarbeit mit den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern wichtig. „Probleme sollen offen angesprochen werden. Ich lege Wert auf ein gutes Arbeitsklima.“ Das sei umso wichtiger als die Rahmenbedingungen in der Pflege nicht einfacher werden und der Arbeitsdruck immer weiter steigt. Ebenso großen Wert legt sie auch darauf, dass die Bewohnerinnen und Bewohner des Hauses gut versorgt sind und sich wohl fühlen. „Sie sollen sich heimisch fühlen bei uns“, sagt sie. Aufgrund des Fachkräftemangels in der Altenpflege komme der Ausbildung im eigenen Haus größeres Gewicht zu. Michaela Ludwig ist deshalb froh, dass sieben junge Leute im Seniorenzentrum den praktischen Teil der Ausbildung absolvieren. Für das nächste Jahr, das im Herbst beginnt, sind allerdings noch Ausbildungsplätze frei.

In ihrer Freizeit liest sie gerne, vor allem Krimis, „aber im Prinzip alles, was mir in die Finger kommt“, neuerdings auch Elternratgeber. Und zusammen mit ihrem Mann unternimmt sie gerne Fernreisen und Kreuzfahrten. Das muss die nächste Zeit etwas zurückstehen, Finn fordert seine Rechte. Deshalb geht es in diesem Jahr „nur“ nach Norderney.

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AWO Seniorenzentrum Hanauerland
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